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In-Ear-Kopfhörer | Vergleich & Test der besten Modelle 2017

Die Entwicklung von Kopfhörern ist eng mit der Entwicklung des Radioempfangs, der Telefonie und später des Fernsehempfangs verbunden. In Tonstudios wird beinahe ausschließlich mit In-Ear-Varianten gearbeitet, weil diese eine optimale Schallisolierung gegen Außengeräusche bieten. Mit zunehmender Vielfalt bei mobilen Audio- und Video-Abspielgeräten steigt auch die Vielfalt bei Kopfhörern mit und ohne Kabelanschluss für private Anwender. Statt üppiger Ohrmuscheln oder fest aufsitzender Polster zeichnen sich In-Ear-Kopfhörer durch ihre exakte Passform direkt auf dem Gehörgang aus. Vor allem zum Musikhören auf Reisen oder beim Training sind die kleinen, leichten Modelle zuverlässige Accessoires.

In-Ear-Kopfhörer – kleine Technik für ungestörten Hörgenuss

In-Ear-Kopfhörer bestehen aus zwei Kabeln, an deren Ende zwei kleine Knöpfe sitzen. Diese Knöpfe besitzen bei anderen Kopfhörer-Bauformen eine größere Muschelform. Statt der Muschel befindet sich hier allerdings ein Knopf aus einem Kunststoff, der die nötige Technologie zur Musikübertragung ins Ohr enthält. Als Zubehör liefern die Hersteller Passstücke aus Silikon oder einem anderen, anpassungsfähigen Material auf dem eigentlichen Schallstück mit. Diese Passstücke machen es erst möglich, dass sich jeder Knopf individuell direkt dem Ohrkanal angepasst. Das andere Ende der Signalkabel enthält den Adapter für den Anschluss an ein mobiles Abspielgerät, beispielsweise ein Handy, Tablet oder einen MP3-Player. Modellabhängig sind diese häufigsten Ausstattungen auf dem Markt:

  • Mehrere Passstücke von unterschiedlicher Größe: Das menschliche Ohr ist so unterschiedlich wie der Fingerabdruck. Auch sind beide Ohrseiten und somit Gehörgänge nicht exakt symmetrisch. Daher enthalten selbst die preisgünstigsten In-Ear-Kopfhörer mindestens drei Paar Passstücke, hochwertige Varianten sogar zehn. Eine kostspielige, aber teilweise lebenslange In-Ear-Variante sind Otoplastiken. Sie werden beim Hörakustiker individuell für jedes Ohr angepasst. Viele Träger dieser Kopfhörer brauchen ein ganzes Leben lang nur eine einzige Anpassung. Denn Otoplastiken sind zwar preisintensiv in der Anschaffung, werden aber äußerst hochwertig gefertigt.
  • Passstücke aus unterschiedlichen Materialien: Ob Silikon oder Schaumstoff, das ist eine Frage des persönlichen Komfortempfindens. Preislich wirkt sich die Ausstattung in diesem Punkt nicht oder kaum aus.
  • Knickschutz an den Übergangsstellen zwischen Kabel und Wandler: Die Marktführer haben dieses häufige Problem bei In-Ear-Kopfhörern durch verstärkte Übergänge und eine insgesamt stärkere Kabelisolierung gelöst.
  • Fernbedienung: Zu manchen In-Ear-Kopfhörern gehört eine Fernbedienung, an welcher die Musik ausgewählt werden kann und mit der sich der Sound nach Höhen und Tiefen zusätzlich verändern lässt.
  • Ohrbügel bei Sportausführungen: Einige der Marktführer bieten anstelle des ohnehin guten Sitzes zu In-Ear-Kopfhörern weiche Bügel, die um das Ohr geschlungen werden. Sie halten selbst sehr intensiver körperlicher Bewegung bei sicherem Sitz stand.

Mit dieser grundlegend ähnlichen Ausstattung ist die integrierte Technik solide funktionstüchtig. Die ideale Klangqualität ist allerdings auch von der jeweiligen Technologie abhängig. Hier verwenden manche Marktführer nur eine Variante, während andere mit mehreren Technologien arbeiten.

Technologien und Features

Sind die In-Ear-Kopfhörer passgenau und stabil, dann ist damit vollkommen schallisolierter Hörgenuss selbst bei starker Bewegung möglich. Beim Training werden Außengeräusche komplett ausgeblendet. Für die maximale Klangqualität werden die folgenden Technologien überwiegend eingesetzt:

Integriertes Mikrofon zur Nutzung als Headset

Fast jeder Hörer nutzt seine In-Ear-Kopfhörer unterwegs. Dabei wird als Hörquelle überwiegend das Mobiltelefon benutzt. Folglich wird der Hörer auch beim Telefonieren nicht die Hände vom Trainingsgerät nehmen mögen. Deshalb haben sehr viele In-Ear-Kopfhörer ein integriertes Mikrofon. Dieses macht aus dem bloßen Kopfhörer ein Headset, mit dem frei telefoniert werden kann und darf, auch während der Autofahrt. Zu beachten ist allerdings, dass In-Ear-Kopfhörer mit integriertem Mikrofon deutlich mehr kosten als solche Varianten ohne Mikrofon. Trotzdem muss nicht jeder Hörer auf Mikrofon-Modelle zurückgreifen. Wer beispielsweise nur heruntergeladene Musik von seinem Handy zur Sportmotivation nutzt und sich sicher ist, dass die Telefonierfunktion während des Trainings nicht gebraucht wird, kann auf diesen Headset-Komfort verzichten.

Features für Frequenzspektren, Soundtiefe- und höhe sowie ausreichenden Wirkungsgrad

Wandler im Kopfhörer sind dafür verantwortlich, dass der Klang des Gehörten möglichst angenehm im Ohr ankommt. Zusätzlich lassen sich bei vielen In-Ear-Kopfhörern die Bässe und Höhen regulieren. Auch sollte bei der Auswahl beachtet werden, ob über die enthaltenen Wandler ein ausreichender Frequenzumfang geboten wird. Modelle mit dynamischem Wandler werden von vielen Hörern als klangstark, aber wenig detailreich empfunden. BA-Treiber sollen einen besseren Wirkungsgrad erzielen. Inzwischen bietet der Markt auch solche Modelle, bei denen dynamischer Wandler und BA-Treiber für ein optimales Hörerlebnis miteinander kombiniert sind. Sehr häufig stehen beide Wandler- und Treibervarianten im Qualitätswettstreit miteinander. Denn als wie brillant Musik empfunden wird, das kann durchaus von persönlichen Vorlieben abhängen.

Bedienung mittels Fernbedienung

Eine Fernbedienung im Lieferumfang zu In-Ear-Kopfhörern erleichtert das Auswählen von Hörstücken, das Einstellen der Lautstärke bei Bässen und Höhen oder das Überspringen einiger Sounds. Auch diese gehört nicht zu jedem Modell. Es sollte für eine sinnvolle Auswahl abgewogen werden, ob die mobilen Nutzungsumstände ein Betätigen über die Fernbedienung überhaupt ermöglichen. Beim Wandern mag sie sinnvoll sein, beim Autofahren eher nicht. Natürlich ist der Vorteil von Modellen mit Fernbedienung, dass der Nutzer auch von Fall zu Fall entscheiden kann, ob er das Zubehör nutzt oder besser zu Hause lässt. Auf die Grundfunktionalität der In-Ear-Kopfhörer wirkt sich dies nicht aus.

Signalübertragung schnurlos oder kabelgebunden

Funkkopfhörer als In-Ear-Variante ermöglichen Hörgenuss in guter Qualität ohne lästiges Kabel. Allerdings funktioniert die schnurlose Signalübertragung nur soweit, wie das Übertragungssignal von einem sendenden Gerät bis höchstens fünf, selten zehn Meter zurücklegen muss. Sinnvoll können Funkvarianten im Fitnessstudio sein, wo das Smartphone oder der MP3-Player oder das Tablet in der entsprechenden Reichweite aufgestellt werden können. Beim Trainieren im Freien klappt das nur, wenn die Sendequelle im Rucksack oder der Trainingstasche ausreichend nah sind. Kabelgebundene In-Ear-Kopfhörer bringen gelegentlich das Risiko eines Kabelbruchs mit. Bei der Auswahl sollte deshalb darauf geachtet werden, ob die empfindlichen Stellen

  • Verbindung Ohrmuschel – Kabel sowie
  • Kabel – Adapter zur Sendequelle

ausdrücklich einen verstärkten und somit bruchsicheren Eindruck machen. Gute Modelle haben außerdem eine insgesamt dickere Isolierung über den Kabeln.

Laufzeit und Wechselkomfort der Akkus

Der Akkuwechsel kann bei In-Ear-Kopfhörern recht knifflig sein, ist aber bei guten Modellen meist über eine simple Entnahme gelöst. Da die Akkus umso kleiner sind, je kleiner die „Knöpfe im Ohr“ designt sind, sollten für eine Fortführung der Laufzeit nach einigen Stunden besser Ersatzakkus mitgeführt werden. Diese bieten die Hersteller entweder gleich im Setumfang an, oder die entsprechenden Modelle können optional nachbestellt werden. Technologisch vorteilhaft sind solche In-Ear-Kopfhörer, deren Akku während des Betriebs via USB aufgeladen werden kann. Auch hier ist die Technologie nur bei Modellen sinnvoll, bei denen die entsprechende Handhabung auch für Einsteiger einfach bleibt.

FAQ zu In-Ear-Kopfhörern

Inzwischen bieten fast alle Marktführer beim Home-Entertainment und im Segment Kopfhörer zu ihren Modellen umfassende Artikelinformationen an. Wer aber zum ersten Mal über die Anschaffung von In-Ear-Kopfhörern nachdenkt, stellt einige zusätzliche Fragen. Die häufigsten von ihnen sind hier beantwortet:

1. Was bedeutet in der Artikelbeschreibung die Angabe elektrostatisch oder dynamisch?

Hiermit beschreibt der Hersteller die Bauform eines Modells. Bei dynamischen In-Ear-Kopfhörern befindet sich ein Permanentmagnet mit Spule. Durch diese Spule wird die Membran bewegt und so der Sound auf die Ohren übertragen. Im elektrostatischen In-Ear-Kopfhörer gibt es zwei elektrisch geladene Membranen, die sich im elektrostatischen Feld bewegen. Bei dieser Variante ist die Soundwiedergabe brillant, weil es eine äußerst präzise Übertragung gibt. Dynamische Modelle sind teurer, haben aber je nach Ansprüchen des Hörers ebenfalls Übertragungsvorteile.

2. Welche Bedeutung hat bei In-Ear-Kopfhörern die Artikelangabe „Noise Cancelling“?

Eben wegen der früher oft störenden Außengeräusche, beispielsweise beim Joggen in belebten Stadtbereichen, wurden In-Ear-Kopfhörer entwickelt. Ziel ist es weiterhin, solche Außengeräusche zu minimieren. Inzwischen arbeiten In-Ear-Modelle mit einer spiegelbildlich angeordneten Gegentechnologie, die an das Ohr gesendet wird und so Außengeräusche nahezu ausblendet. In-Ear-Kopfhörer mit „Noise Cancelling“ sind also eine sehr neue Marktentwicklung für noch besseren Hörgenuss unterwegs und bei lauten Außengeräuschen.

3. Bluetooth steht jetzt überall bei mobilen Geräten. Hat das irgendwelche Auswirkungen bei In-Ear-Kopfhörern?

In-Ear-Kopfhörer mit Bluetooth haben die größte Reichweite unter Funkkopfhörern. Dabei werden die Geräusche mit Codecs von brillanter, digitaler Sendequalität übermittelt. Weiter ist an dieser Funktechnologie die große Kompatibilität mit weiteren, bluetoothfähigen Sendegeräten von Vorteil. Aber Kopfhörer der In-Ear-Größe haben im Vergleich zu anderen Kopfhörern nur kleine Akkus und somit eine Betriebszeit von höchstens ein paar Stunden. Es ist also sinnvoll, entweder einen zweiten Kopfhörersatz bei sich zu tragen oder mit Ersatzakkus unterwegs zu sein. Trotzdem bieten Bluetooth Modelle von allen In-Ear-Varianten die größte Mobilität bei überragender Klangqualität ohne Kabel.

4. Ich habe von „The Dash“ Kopfhörern der Bauart In-Ear gehört. Im Laden und online finde ich sie aber nicht. Was ist darunter zu verstehen?

The Dash wird es erst in absehbarer Zukunft auf dem Markt geben. Diese In-Ear-Kopfhörer sind eine Smart-Entwicklung, wobei damit nicht nur Musik von einer Sendequelle gehört werden kann. Vielmehr haben diese Modelle einen Speicher, von dem Musik auch ohne Smartphone abgerufen werden kann. Außerdem sollen The Dash laut ihrer Entwickler wie Aktivitätstracker funktionieren. Sie zeichnen also Trainingswert auf und sind selbst beim Schwimmen wasserdicht. Ein Markttest steht allerdings noch aus, da ein Prototyp bislang beschrieben, aber nicht vorgestellt wurde.

5. Wie lange halten In-Ear-Kopfhörer?

In-Ear-Kopfhörer halten in der Regel einige Jahre bei guter Klangqualität. Voraussetzung dafür sind gut verstärkte und verbundene Übergänge zwischen Kabel und Adapter bzw. Ohrmuschel. Eine Sonderform sind Otoplastiken. Diese werden dem Ohr individuell angepasst. Die verwendeten Materialien und die Bauart sind derart hochwertig, dass eine Otoplastik ihren Besitzer nicht selten lebenslang ohne nötige Reparatur begleitet.

6. Sind kabellose In-Ear-Kopfhörer wasserdicht?

Bislang sind für die dauerhafte Verwendung – zum Beispiel beim Schwimmen – noch keine In-Ear-Modelle auf dem Markt. Anders als beim Duschradio sollten daher die Hörer keinesfalls mit Spritzwasser in Berührung kommen. Schweiß oder kurzfristigen Kontakt mit Feuchtigkeit halten die meisten mittelpreisigen Modelle dagegen ohne Einbußen bei Klang und Funktionalität aus.

7. Was muss ich bei der Reinigung von In-Ear-Kopfhörern beachten?

In-Ear-Kopfhörer benötigen keine spezielle Pflege. Sie können problemlos feucht abgewischt werden, allerdings vorsichtig, um nicht durch Zug an den Übergangsstellen einen Kabelbruch zu verursachen. In direkten Wasserkontakt dürfen nur spritzsichere Modelle kommen. Selbst als wasserdicht beschriebene In-Ears sollten zur Reinigung nicht untergetaucht werden. Sofern dies herstellerseitig als erlaubt beschrieben wird, können Verschmutzungen auch in einem speziellen Reinigungsgerät mit Ultraschall von Schmutzresten befreit werden. Auf saubere Adapterspitzen muss vor jedem Verbinden mit einer Sendequelle geachtet werden.

8. Wie bewahre ich In-Ear-Kopfhörer auf Reisen oder bei Nichtgebrauch daheim am besten auf?

Viele In-Ear-Kopfhörer der höheren Preisklasse werden mit einem Etui oder einer Transportbox geliefert. Solche Behälter können bei manchen Herstellern auch nachbestellt werden. Zum Aufbewahren werden die In-Ears locker gewickelt – auf keinen Fall dürfen Schlaufen, Knoten und Knicke im Kabel verbleiben. Dies würde die Lebensdauer stark verkürzen. Vorteilhaft ist es, während längeren Nichtgebrauchs die integrierten Akkus herauszunehmen. Falls der Kopfhörer mit der Anschlussseite im Handy oder Übertragungsgerät angesteckt bleibt, sollte das Kabel locker darum gewickelt werden. Knicken, Drücken und unsortiertes Einstecken würden sich ebenfalls nachteilig auf die Lebensdauer auswirken.

9. Wieso ist der Preisunterschied bei In-Ear-Kopfhörern so groß?

Preisgünstige In-Ears bestehen in der Regel aus leichteren Isolierungen und haben weniger Zubehör im Lieferumfang. Viele dieser Einsteigermodelle mit Kabel sind für sportliche Aktivitäten nicht vorgesehen, weil ihr Sitz im Ohr und die entsprechende Klangqualität höchstens für bewegten Hörgenuss, nicht aber für echte Sportbelastungen des Kopfes vorgesehen sind. Kabellose In-Ear-Kopfhörer sind meist etwas höherpreisig, weil sie aufgrund der Funktechnologie große Reichweiten erzielen und kaum Störgeräusche ans Ohr lassen.

10. Lohnt sich die Anschaffung von In-Ear-Kopfhörern über 100 Euro überhaupt?

Diese Frage lässt sich nur individuell beantworten. Eine deutlich längere Lebensdauer, leistungsstarke Akkus und oft eine besonders gute Passform sprechen für eine solche Anschaffung. Auch bei täglich intensiver Nutzung zahlt sich dies aus. Wer dagegen nur gelegentlich in der Bahn oder beim Spaziergang damit Musik hört, bekommt gute Hörqualität bei moderater Ausstattung schon deutlich günstiger. Profimusiker schwören außerdem auf die hochwertige Verarbeitung der 100-Euro-Modelle.

11. Wieso empfehlen manche Hersteller für den Einsatz daheim eher Over-Ear-Kopfhörer?

Over-Ear-Kopfhörer haben zwar große Ohrmuscheln, bieten aber äußerst bequemen Sitz der Kopfhörer. On-Ear-Kopfhörer sind ebenfalls komfortabel, aber eher nur bei kurzen Reichweiten sinnvoll. In-Ears wurden ausdrücklich für große Reichweiten und gute Mobilität konzipiert. Da sie direkt im Gehörgang sitzen, kann dies beim Dauergebrauch daheim langfristig unbequemer sein als bei Over-Ears. Letztendlich ist aber entscheidend, ob ein Anwender sich eher mit großen, bequemen Ohrmuscheln anfreunden kann oder die schicken, von außen kaum sichtbaren Stöpsel bevorzugt.

12. Was kann ich tun, wenn durch das Tragen von In-Ear-Kopfhörern Reizungen im Ohr auftreten?

Normalerweise geschieht so etwas nicht. Denn die Hersteller liefern sehr viele unterschiedliche Passstücke mit, um eben solche Probleme zu verhindern. Falls durch falschen Sitz oder fehlerhafte Benutzung doch eine Reizung passiert, sollte auf ein anderes Material (Silikon oder Schaumstoff) zurückgegriffen werden und vorsichtshalber für ein, zwei Tage ganz auf das Tragen der In-Ears verzichtet werden. Für Ohren, die sich so gar nicht an herkömmliche In-Ear-Hörer gewöhnen möchten, gibt es außerdem die Möglichkeit der Otoplastik. Diese wird dem Ohr beim Hörakustiker individuell angepasst und verursacht überhaupt keine Reizungen – auch nicht langfristig.

Marktführer und Preisklassen

Um die Übersicht für mobile Vielhörer zu verbessern, sind die In-Ear-Kopfhörer aktueller Modelle in Preisklassen eingeteilt. Hier werden die Marktführer vom Bereich 30 Euro bis 160 Euro vorgestellt. Dies sind aber nur Richtwerte, da ständig neue Entwicklungen mit neuen Funktionen innerhalb der Preisbereiche auf den Markt kommen. Aktuell kann das Preisgefüge in etwa so eingeteilt werden:

Preisklasse bis 30 Euro

Grundsätzlich sind die Erwartungen in diesem Preisbereich an Lebensdauer und Qualität nicht besonders hoch. Dennoch gibt es Marktführer, die leichte In-Ear-Kopfhörer in dieser Preisklasse mit gutem Zubehör und qualitativ hochwertiger Ausstattung anbieten. Sony und Cabstone bewegen sich dabei in einem Von-Bis-Bereich.

Sony

Im Sortimentsbereich Audio und Soundsysteme ist Sony ein erfahrener Hersteller mit einer gut aufgestellten Auswahl an Headphones, kabellosen und kabelgebundenen Abspiel-, Empfangs- und Sendegeräten. Eine Besonderheit bei In-Ear-Kopfhörern sind Sportmodelle von Sony, die nicht einfach ins Ohr gesteckt, sondern hinter dem Ohr zusätzlich fixiert werden. Einfache und soundstarke Sony Varianten finden sich ab 30 Euro. Schicke Extras schon im kleinsten Preisbereich sind sportliche, bunte Designs, ohrgerechte Muschelformen mit besonders robusten Kabelübergängen und Akkus, die via USB aufgeladen werden können. Sony In-Ear-Sportkopfhörer im höheren Preisbereich (50 Euro und modellabhängig über 100 Euro) sind außerdem spritzwassergeschützt, mit Fernbedienung ausgerüstet und mit vielen mobilen Endgeräten teilweise ohne Kabelanschluss kompatibel.

Cabstone

Beim Hersteller Cabstone dreht sich alles um Sound. Lautsprecher, Headsets, Audio-Streamer sowie Zubehör wie Adapter, Kabel und Stromversorgung werden bei den Braunschweigern für alle mobilen und teilweise stationären Ausgabegeräte entwickelt. In-Ear-Kopfhörer von Cabstone nehmen nur einen kleinen Sortimentsbereich ein. Aber sie zeichnen sich durch Leichtigkeit bei gutem Sitz im Ohr aus. Darüber hinaus werden Passstücke mitgeliefert, die sich auch im empfindlichen Ohr der individuellen Form optimal anpassen. Musikprofis wählen die preiswerten Cabstone-Modelle neben den Vorzügen beim Tragekomfort auch wegen der sehr guten Klangqualität. Noise Cancelling und eine detailreiche Wiedergabe aller Klangspektren – von Klassik bis Hardrock – sind für diese Preisklasse überraschend brillant.

Preisklasse bis 50 Euro

JBL und Sennheiser liefern in dieser Preisklasse ein auffallend elegantes Design, verstärkte Kabelkomponenten und bereits Technologien für einen sehr guten, ungestörten Klang. Einzig bei der Ausstattung bleiben beide Marktführer in diesem Segment eher zurückhaltend bis sparsam.

Sennheiser

Seine Erfahrung und Qualität mit Tontechnik jedes Jahrzehnts spiegelt sich bei Sennheiser auch bei den In-Ear-Kopfhörern wieder. Diese sind im Preisbereich um 50 Euro durchschnittlich gut ausgestattet. Allerdings ist die Verarbeitung robust, so dass ein Aufwickeln keinen Kabelbruch verursacht. Kabelgebundene In-Ears von Sennheiser haben ein elegantes Design, sind allerdings etwas schwerer als Vergleichsmodelle dieser Preisklasse von anderen Marktführern. Dafür überragen die Varianten mit integrierten Mikrofonen in der Klangwiedergabe andere Modelle, vor allem bei Stimmen. Wer etwas mehr für kabellose Sennheiser In-Ear-Modelle investiert, bekommt saubere Bluetooth Varianten ab 100 Euro. Mehr geht immer, denn Sennheiser ist generell bei Kopfhörern (auch Over-Ear und On-Ear) mit einem Preisniveau bis um die 300 Euro vertreten.

JBL

In den In-Ear-Kopfhörern von JBL Harmann stecken ebenso Innovationen des Herstellers Samsung. Speziell bei In-Ears ist JBL für Sportler spannend, nämlich mit spritzwassergeschützten Varianten und einer Passform, die viel Bewegung bei gutem Sitz aushält. Extras wie App-Kompatibilität, Bluetooth-Konnektivität, Noise Cancelling oder adaptive Geräuschkontrolle sind modellabhängig schon ab 40 Euro zu finden. Speziell für Sportler finden sich von JBL auch Modelle mit Berührungssteuerung oder simpel aufgebaute Modelle in einem auffälligen Design. Die Preiszuordnung unter 100 Euro kann für etwa zwei Drittel der aktuellen Modelle von JBL vorgenommen werden. Ausnahmen um 30 Euro sind ebenso möglich wie Premiumvarianten für 130 Euro.

Preisklasse bis 100 Euro

In-Ear-Kopfhörer dieser Preisklasse enthalten deutlich mehr metallische Komponenten als günstigere Varianten. Dafür haben sie aber dennoch einen angenehmen, wenig spürbaren Sitz im Ohr. Zudem sind Klangqualität und Lebensdauer hier bereits sehr gut. Beyerdynamic und Pioneer sind in dieser Preisklasse Experten, auch aufgrund der langen Tradition bei Soundsystemen und Zubehör.

Beyerdynamic

In der Welt der Tontechnik, bei Konferenzausstattung, Orchestertechnologien und professionellen Technologien für Tonstudios ist der Marktführer Beyerdynamic kein preisgünstiger, aber qualitative überragender Hersteller. Headsets, kabelgebundene und kabellose In-Ear-Kopfhörer dieses Anbieters zeichnen sich durch robuste Lebensdauer, gute Passform, viel Zubehör und einen optimalen Sound in allen Höhen und Tiefen aus. Viele Varianten übertragen via Bluetooth, alle Modelle sind leicht zu bedienen und halten auch ein unachtsames Wegstopfen in die Hosentasche ohne Kabelbruch aus. Einzelmodelle von Beyerdynamic finden sich bereits um die 50 Euro. Jedoch sind diejenigen Headsets in In-Ear-Ausführung ab 100 bis 150 Euro aufgrund der höheren Verarbeitungsqualität empfehlenswerter.

Pioneer

Als reines Elektronikunternehmen bietet Pioneer Soundtechnologien wie Player, Mixer, Controller und mehr in besonders ausgeklügelter Entwicklungsqualität. Die Ausrichtung von Pioneer auf den Bedarf vonDJs erfolgt erst seit 1994, seitdem aber erfolgreich. Auch beim Mischen in der Disko werden In-Ear-Kopfhörer mit oder ohne Kabel immer beliebter. Diesem Trend passt sich Pioneer mit passgenauem Sitz und robuster Kabelqualität an. Zudem haben die Muscheln selbst Premiumqualität, beispielsweise pulverbeschichtete Keramiktrembler und Ohrspitzen wahlweise aus Silikon oder PUR. Für eine hohe Lebensdauer haben die In-Ear-Modelle im Lieferumfang stets eine Transportbox dabei. Diese Gesamtqualität kostet bei Pioneer ab 100 Euro, jedoch in allen Ausführungen unter 160 Euro.

In-Ear-Kopfhörer: Das Fazit

In-Ear-Kopfhörer sind mit und ohne Kabel ideale Begleiter für unterwegs. Die Klangqualität hängt vom richtigen Sitz und der integrierten Wandlertechnologie ab. Für eine lange Lebensdauer der In-Ears ist neben deren Verarbeitung auch der sachgerechte Umgang wesentlich. Vor allem bei der Pflege und Aufbewahrung sollte sorgfältig vorgegangen werden. Denn auch verstärkte Übergangsstellen beim Adapter und zur Hörmuschel können bei zu starker Belastung knicken.